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Diagnose und Behandlung allergischer Erkrankungen in unserer Praxis für Kinder- und Jugendmedizin in Windisch

Eine Allergie ist prinzipiell eine Überreaktion des Immunsystems gegen eigentlich harmlose Substanzen (wie zum Beispiel Pollen). Ist der Körper auf ein bestimmtes Allergen sensibilisiert (was bedeutet, dass der Körper die Bereitschaft entwickelt hat, allergisch auf einen bestimmten Stoff zu reagieren), können je nach betroffenem Organ bei Kontakt mit dem Allergen entsprechende Beschwerden auftreten.  Ist die Nase betroffen, kommt es zu Heuschnupfenbeschwerden (z.B. laufende, juckende Nase, Niesen). Sind die Augen betroffen (oft in Kombination mit Nasenbeschwerden), kann eine Bindehautentzündung mit geröteten, juckenden Augen auftreten. Ist die Lunge betroffen, können Asthma-Beschwerden auftreten. Je nach Allergie können diese Beschwerden saisonal oder ganzjährig (perennial) auftreten.

Bestehen bei Ihrem Kind Symptome die auf eine Allergie hindeuten, beraten wir Sie gerne und können mittels gezielter Allergiediagnostik abklären, ob die beobachteten Symptome mit grosser Wahrscheinlichkeit durch eine Allergie hervorgerufen werden.

Allergie-Diagnostik in unserer Kinder- und Jugendarztpraxis

Wir bieten zur spezifischen Allergiediagnostik folgende Tests an:

  • Hauttests:
    • Prick-Test: Bei dieser Testmethode werden zunächst einzelne Tropfen standardisierter Allergenlösungen auf die Haut aufgetragen. Anschliessend werden die Hautstellen unter den Tropfen mit einer dünnen Lanzette oberflächlich angeritzt. Treten nach einigen Minuten im Bereich eines oder mehrerer Allergenextrakttropfen Symptome wie eine Quaddel, Rötung und/oder Juckreiz auf, spricht dies für eine Allergiebereitschaft („Sensibilisierung“) des Körpers gegen die betreffende Substanz. Passen die Beschwerden, die zur Testung geführt haben, zu der positiv getesteten Substanz, spricht man von einer Allergie.
    • Prick-zu-Prick-Test: Dies ist eine Sonderform des oben genannten Prick-Test Verfahrens, die vor allem bei Verdacht auf spezifische Nahrungsmittel als mögliche Allergieauslöser angewendet werden kann. Hierbei wird zunächst das vermeintlich Allergie-auslösende Nahrungsmittel mit einer dünnen Lanzette angestochen und anschliessend wird oberflächlich eine Hautstelle angeritzt. Positive Reaktionen sind zumeist innerhalb von 20 Minuten ersichtlich.
  • Blut-Allergietests: Kann ein Haut-Allergietest aus bestimmten Gründen nicht durchgeführt werden (z.B. junges Alter des Kindes, akute Hautveränderungen wie bei Neurodermitis) oder ist das Ergebnis des Hauttestes nicht eindeutig, kann eine Allergiebereitschaft („Sensibilisierung“) des Körpers gegen eine bestimmte Substanz auch im Blut durch Bestimmung spezifischer Antikörper vom Typ IgE nachgewiesen werden. Für Kinder unter 6 Jahren steht zur Testung bestimmter Substanzen auch ein Schnelltest zur Verfügung.

Desensibilisierung (Allergenspezifische Immuntherapie)

Beim Vorliegen von mittelschweren bis schweren Allergiesymptomen und nach eindeutigem Nachweis bestimmter Allergien (vor allem gegen Pollen, Bienen- oder Wespengift, oder ggf. Hausstaubmilben wenn allergenvermeidende Massnahmen nicht ausreichend erfolgreich waren), kann eine Allergenspezifische Immuntherapie (Desensibilisierung) erwogen werden.

Diese basiert auf dem Prinzip, dass dem Körper über einen längeren Zeitraum wiederholt zunächst minimale, dann von Mal zu Mal etwas höhere Mengen des betreffenden Allergens zugeführt werden. Dadurch wird der Körper nach und nach an das Allergen gewöhnt und es kommt zur „Toleranzentwicklung“: dies bedeutet, dass der Körper in Gegenwart des betreffenden Allergens nicht mehr oder kaum noch mit allergischen Symptomen reagiert.

Die Therapie, sowohl die subkutane als auch die orale Form, gilt als sehr sicher und kann nicht nur die Allergiebeschwerden symptomatisch bessern (wie etwa ein Antihistaminikum), sondern behandelt die Allergie ursächlich. Dadurch kann zumeist eine langanhaltende Wirkung auch nach Therapieende erzielt werden.